In diesem Artikel möchten wir dir alle möglichen Praxisformen der Zahnmedizin einmal näherbringen.

Du hast bestimmt schon einmal von I-ZMVZs oder Gemeinschaftspraxen gehört. Sie bieten eine Alternative zum gängigen Klassiker: der Einzelpraxis. Im Folgenden möchten wir dir die Vor- und Nachteile der Praxisformen einmal genauer aufzeigen und erklären, wie die unterschiedlichen Praxisformen aufgebaut sind. Beginnen möchten wir mit der klassischen Einzelpraxis.

Einzelpraxis

Die Einzelpraxis wird wie im Namen beschrieben von einer einzigen Person geleitet. Diese ist meist der Zahnarzt selbst und trägt damit die gesamte Verantwortung für das Unternehmen. Der Vorteil für dich: du bist Teil einer kleiner Praxis und somit Teil einer kleinen Familie. Die Beziehung zwischen den einzelnen Mitarbeitern ist meist sehr eng und bei einem angenehmen Arbeitsklima lässt es sich gut arbeiten. Der Zahnarzt selbst dient als dein Mentor und wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dennoch ist er Bedacht, dass die Praxis wirtschaftlich zu halten und wird auch von dir Vieles abverlangen. Da das Durchschnittsalter der Einzel-Praxisinhaber immer mehr steigt, hast du oft auch die Perspektive, die Praxis übernehmen zu können.

Gemeinschaftspraxis

Eine Gemeinschaftspraxis besteht aus mindestens zwei Zahnärzte, die in einer Praxis behandeln. Die Praxis ist meist ein wenig größer – kann aber trotzdem recht familiär aufgebaut sein. Der Vorteil einer Gemeinschaftspraxis im Allgemeinen sind die gegenseitige Unterstützung und ein wirtschaftlich sicheres Arbeiten. Im Falle eines Arbeitsausfalls, musst nicht du als Assistenzzahnarzt die volle Verantwortung übernehmen, sondern wirst weiterhin von dem zweiten Zahnarzt unterstützt. Auch deinen Erfahrungsschatz kannst du so in ein und derselben Praxis erweitern. Hier kannst du dir die verschiedenen Arbeitsweisen deiner Arbeitgeber anschauen.

 

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Praxisgemeinschaft

Der Vollständigkeitshalber möchten wir auch kurz die Praxisgemeinschaft erwähnen. Diese ist aber eher auf dem Papier und für die führenden Zahnärzte interessant. Diese teilen sich oft die Praxisräume, pflegen aber je einen eigenen Patientenstamm mit eigener Verantwortung.

Zahnärztliches Medizinisches Versorgungszentrum (ZMVZ)

In den letzten Jahren werden ZMVZ immer häufiger und bieten sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Träger des Zentrums muss nicht unbedingt selber Zahnarzt sein und kann auch meist von Investoren von außerhalb getragen werden (I-ZMVZ). Die Größe solcher Versorgungszentren kann stark variieren und ist von der Anzahl der Vertragszahnärzte abhängig. Auch hier bist du angestellt und arbeitest zu festen Zeiten, teilst dir aber größere Praxisstrukturen mit vielen weiteren Vertragszahnärzten. Leider gibt es heutzutage einige schwarze Schafe unter diesen Versorgungszentren, da diese immer öfter von externen Investoren getragen werden, welche keinen Kontakt zur Zahnmedizin haben und nur an der eigenen Wirtschaftlichkeit orientiert sind. Dabei kann das Wohl des Patienten manchmal zu kurz kommen.

Wir hoffen, dass dir dieser Ausflug die Welt der Praxisformen der Zahnmedizin gefallen hat. Hier findest du noch einen spannenden Beitrag zum Thema: Angestellt oder Selbstständig arbeiten.