Die Anatomie Prüfung stellt so manchen Studierenden vor eine große Herausforderung. So erging es auch uns (Zino & Marvin) vor ein paar Jahren. Damit du die kommende Anatomie Prüfung mit Leichtigkeit bestehst, haben wir diesen Blogbeitrag geschrieben:

„Yeah, endlich geschafft!“ Den Studienplatz in der Tasche, die Wohnung eingerichtet und die erste Uniwoche steht vor der Tür. Du blickst auf deinen Stundenplan und siehst: Montag – Physik & Chemie. „Joa, spaßig ist was Anderes.“
Am Dienstag folgt dann endlich die langersehnte Anatomiestunde. Du beginnst den menschlichen Körper genauer kennenzulernen & besuchst deinen ersten Präpkurs. Die Freude kann nicht größer sein!

Wochen später die Gewissheit und die bekannteste aller Fragen im Medizinstudium: „Wie soll ich DAS nur alles lernen?“ Das Thema Knochen war noch überschaubar, aber all die Muskeln & Nervenstränge sind wirklich nicht zu unterschätzen. Damit du an diesem Punkt im nächsten Testat nicht mit leeren Händen dastehst, haben wir dir heute unsere TOP 5 Lerntipps aufgeschrieben, mit denen Du in der kommenden Prüfung ordentlich punkten kannst.

1. Der Griff zur Schere

Dieser Lerntipp richtet sich vor Allem an alle visuellen Lerntypen. Der stupide Blick ins Buch dient oft mehr der Einschlafhilfe, als einen Lernerfolg zu erzielen. Da wären greifbare Strukturen schon um Weiten sinnvoller. Da die Tür zum Präpsaal aber nicht 24/7 offen steht, muss du dir anderweitig Abhilfe schaffen. Unser Tipp: Schnapp dir ein Anatomiebuch oder stöbere im Internet nach guten Illustrationen anatomischer Strukturen. Drucke/Kopiere & schneide diese aus und markiere Sie mit roten Punkten. Diese roten Punkte markieren die Strukturen, deren Namen du im Testat wissen musst. Schreibe die Lösungen auf die Rückseite der Illustration und nimm die Bilder einzeln in die Hand. Nun starrst du nicht nur in ein Buch, sondern hast die Strukturen immer „griffbereit“. BONUS: In einer kleinen Lerngruppe kannst du daraus auch ein Quiz machen. Jeder zieht blind eine anatomische Illustration und muss die roten Punkte benennen. Oder ihr schnappt euch ein Bild und reicht es Reihe rum, sodass jeder eine Struktur sagen muss. So verbindet ihr das Lernen mit einer Challenge.

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2. Der Blick für‘s Wesentliche

Den ersten Tipp kann man direkt mit unserem Zweiten verbinden. Manche anatomischen Strukturen lassen sich nicht so leicht einprägen. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, bereitest du dir kleine Karteikarten vor, auf denen du die Namen der jeweiligen Strukturen schreibst und sie in der ganzen Wohnung aufhängst. Immer an die Orte, an denen du im Verlauf des Tages häufig bist. Als Beispiele funktionieren immer gut: die Toilettentür, der Kühlschrank, deine Zimmertür, das Handyaufladegerät etc. Jedes Mal, wenn du nun an eine solche Stelle kommst, musst du dich im Geiste einmal abfragen bzw. die Struktur laut aussprechen. Desto öfter du das machst, desto eher bleiben auch schwierige Namen hängen.

3. Anatomie 2.0

Im Internet gibt es unzählige Apps, E-Books und Anbieter, mit denen du effektiv Anatomie lernen kannst. Darunter befinden leider auch ein paar schwarze Schafe. Du solltest dich hier bei den höheren Semestern informieren und schauen, welche Apps und Programme sie dir empfehlen können. Manche Apps kannst du auch 7 Tage kostenlos testen. Dies empfiehlt sich immer vor einem Kauf. Auch Online-Nachhilfe kann an manchen Stellen nützlich sein.

4. Selbstbewusst im Präpsaal

Zu jedem Anatomieunterricht an der Uni gehört auch der regelmäßige Besuch des Präpsaal. In diesem Saal befinden sich Körperspenden, mit denen Studierende die Anatomie lernen und besser verstehen sollen. Besonders am Anfang bedarf der Kontakt mit diesen Körpern einigem Mut. Natürlich ist es komisch, an einer echten Leiche zu stehen und zu arbeiten. Dies ist aber völlig normal und wird schon über Jahrhunderte so gemacht. Nun gilt es hier über seinen eigenen Schatten zu springen und sich zu trauen. Zieh dir deine Handschuhe an und trau dich. Jetzt hast du die einmalige Gelegenheit den menschlichen Körper und seine Strukturen von Innen kennenzulernen. Es bringt dir nichts, von Weiten zuzuschauen. Alles, was du mit deinen eigenen Händen getan und deinen Augen gesehen hast bleibt besser im Kopf, als das bloße Betrachten eines Bildes im Lehrbuch.

5. Bitte um Hilfe

Manchmal ist es wichtig, sein Ego ein wenig zurückzuschrauben und ganz klar nach Hilfe zu bitten. So ist es nicht nur in Chemie oder Physik, sondern auch in Anatomie. Es ist okay, auch mal etwas nicht zu verstehen oder nicht zu wissen. Die Hauptsache ist doch, es sich ehrlich einzugestehen und Andere um Hilfe zu bitten. Trau dich, deinen Professor zu fragen. Natürlich gibt es da auch unterschiedliche Charaktere. Doch selbst wenn das nicht möglich ist, gibt es viele Studierende, die die Prüfung auch gemeistert haben und mit dem ein oder anderen Tipp auf dich warten. Sprich mit Kommilitonen über Problemthemen. Ihr steht gemeinsam vor der Prüfung. Und niemand ist perfekt. Das Wichtigste ist doch: gewollt zu sein, sein Bestes zu geben.

Kleine Motivation

Das waren unsere 5 Tipps, mit denen wir unsere Anatomie Prüfung bestanden haben. Wir saßen damals auch kopfschüttelnd vor dem Anatomiebuch & mit dem nächsten Anatomietestat im Rücken. Auch wir sind keine Genies oder besitzen gar ein photographisches Gedächtnis. Wir hoffen, dass wir Dir mit diesen Tipps weiterhelfen konnten. Wir drücken Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen für deine Anatomie Prüfung! 🤞🏻