Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Weiterbildung wie Master oder Facharzt in der Zahnmedizin.

Nachdem du dein Zahnmedizinstudium erfolgreich beendet hast, kannst du das Wort „Lernen“ sicher erst einmal nicht mehr hören. Eigentlich möchte man nur noch mit dem „Arbeiten“ beginnen und am Besten direkt Experte in allen Fachrichtungen sein. Doch direkt in den ersten Tagen im neuen Job wirst du feststellen: „Ich muss noch so vieles lernen!“. Das ist ganz natürlich und sollte dich nicht verunsichern.

Nach einiger Zeit im Berufsalltag wirst du deine Fähigkeiten verbessern und aus großen Herausforderungen werden so langsam gängige Routinen. Irgendwann wirst du an einen Punkt kommen, an welchem du dich fragen wirst: „Soll das alles gewesen sein?“. Und genau dort sollte die Antwort ganz klar bei einem NEIN liegen. Mit jedem Tag in der Zahnarztpraxis wird sich immer mehr herauskristallisieren, welche Fachrichtung du besonders spannend findest und welche eher nicht.

Hier nun gibt es unterschiedliche Wege, sich in seinem Wunschthema weiterzubilden. Nachfolgend haben wir dir eine Übersicht erstellt, welche die unterschiedlichen Fachrichtungen und Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigt.

1. Weiterbildung zum Fachzahnarzt

Nachdem du deine Approbation sicher in der Tasche hast, kannst du die Weiterbildung zu einem Facharzt in der Oralchirurgie oder Kieferorthopädie in Betracht ziehen. Diese Art von Weiterbildungen setzen sich aus einem allgemeinenzahnärztlichen Jahr und 3 Jahren fachspezifischer Weiterbildung zusammen. Diese fachspezifische Weiterbildung setzt sich abermals aus einem Jahr Weiterbildung in einer weiterbildungsermächtigten Universitätsklinik und zwei Jahren in einer weiterbildungsermächtigten Praxis zusammen. Zu guter Letzt findet eine Fachzahnarztprüfung statt, welche vor der Landeszahnärztekammer erbracht wird und dir den Titel „Kieferorthopäde“ oder „Oralchirurg“ einbringt. Abhängig von den jeweiligen Landeszahnärztekammer kannst du ebenfalls Weiterbildungen in der Parodontologie und anderen Fachbereichen angehen.

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2. Masterstudiengänge

Der Erwerb eines Mastertitels bildet den Abschluss eines erfolgreichen Masterstudiengangs. Heutzutage bieten viele Hochschulen und Institute in Deutschland als auch in anderen Ländern solche Weiterbildungsmöglichkeiten an. Sie werden oft als berufsbegleitende Teilzeitstudiengänge oder aber auch als Vollzeitstudiengänge angeboten. Wichtig hier zu beachten: diese Art der postgradualen Fort- und Weiterbildung ist mit hohen Kosten und großem Zeitaufwand verbunden. Ein Masterstudiengangs Abschluss ist EU-weit anerkannt. Du kannst vielen unterschiedlichen Fachbereichen einen Master belegen, so zum Beispiel: Implantology, Biotechnology uvm.

3. Tätigkeitsschwerpunkte

Wenn du keine hohen Kosten in die Hand nehmen möchtest, dann kannst du dich in einem Fach selber weiterbilden und mit deiner einhergehenden Expertise einen Tätigkeitsschwerpunkt erwerben. Diesen erhältst du, wenn du in deinem Bereich über ein besonderes theoretisches und praktisches Wissen verfügst und eine mehrjährige Berufserfahrung mitbringst. Auch durch eine Teilnahme an anerkannten und komplexen Fortbildungen, kannst du einen Tätigkeitsschwerpunkt erreichen. Diesen darfst du dann auf dein Praxisschild oder im Telefonbuch tragen.

Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag zur Weiterbildung, Facharzt und Masterstudium in der Zahnmedizin gefallen hat. Hier findest du noch einen interessanten Beitrag zum Berufseinstieg: Die ersten Tage im Job.